Geht es darum in der Zeichnung das Unsichtbare sichtbar zu machen, wie Paul Klee meinte? Bei Elisabeth Payer drängt sich diese Frage im Anblick ihrer stillen, reduzierten Naturformen auf. Das Spröde ihrer Linienführung und die Schlichtheit des gewählten traditionellen Materials – früher Kohlezeichnungen, jetzt eher Aquarelle – und eines traditionellen Papierformats, zwingt den Betrachter zu einem stillen zulassen der geschauten Formen. Erst dann, wenn den Arbeiten Zeit geschenkt wird, beginnen sie sich zu erschliessen und dem Betrachter zu öffnen, erst dann beginnt die Form zu pulsieren und zu leben. E.Payer ist es auch, die sich innerhalb der hier ausgewählten Künstler am direktesten der Bildwelt ihres Lehrers in ihrer Reflexion über die Natur und deren Form stellt.
Text: Antonia Hoerschelmann‘